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Daimler endgültig in Ungarn angekommen: neue Heimat für den Stern

MTI Der deutsche Automobilhersteller Daimler wird seine 800-Millionen-Investition im ungarischen Kecskemet nun endlich durchziehen. So berichtet Michael Frieß, Geschäftsführer von Mercedes-Benz Manufacturing Hungary Ltd. Damit werden im Süden des Landes unweit der rumänischen und serbischen Grenze 2.500 Industriearbeitsplätze geschaffen. Ab 2012 werden in Kecskemet über 100.000 Fahrzeuge pro Jahr hergestellt, angelehnt und technologisch ausgerichtet am schon bestehenden Werk in Rastatt.

Die Planung war schon vor zwei Jahren entwickelt worden. Im Rahmen der geltenden EU-Staatshilferegularien wird das Investitionsprogramm mit 111 Mill. € aus öffentlichen Mitteln bezuschusst. Diese Mittel fließen in Form einer Barsubvention sowie einer ungarischen Körperschaftssteuererleichterung. Ergänzend lässt die ungarische Regierung für knapp eine Mill. € einen Bahnanschluss verlegen. Die Finanzierung des Gesamtprojekts seitens Daimler selbst wird aus eigener Beteiligung und Bankkrediten bestritten. Spelleken Assoc. beraten ansiedlungswillige deutsche Mittelständler mit individuellen Grundstücks-, Hallen- und Personallösungen.

Nach den Ausschreitungen von April: Regierung in Moldau wohl abgewählt

Über die spontane Besetzung des Parlaments und untypisch gewalttätigen Auseinandersetzungen in Chisinau hatten wir in diesem Medium mehrmals berichtet. Auf Druck der Straße hatte die kommunistisch geprägte Regierung für den 29.7.2009 Neuwahlen angesetzt. Nach Auszählung von 98,3 % der Stimmen kommt die KPM nur noch auf 45,1 %, während die vier stärksten Oppositionsparteien sich den Rest teilen. Nach Sitzen entspräche das nur noch 48 statt 60 Sitzen für die kommunistische Fraktion im 120 Sitze zählenden Parlament. Größter Gewinner ist die sozialdemokratische Partei, gestärkt durch den übergelaufenen ehemaligen Präsidentschaftskandidaten der Kommunisten, Marian Lupu (vgl. Foto). Nun bleibt spannend, ob die Opposition eine Regierungsmehrheit zustande bringt. Die Situation ähnelt den bayerischen Verhältnissen im Herbst 2008.

Rumänien: Nabucco-Abkommen unterzeichnet

Mitte Juli fand in der türkischen Hauptstadt die Unterzeichnung des Regierungs-abkommens über den Bau der Nabucco-Gaspipeline statt. Rumänien war durch Premier Emil Boc (Foto, 6ter v.l.) vertreten. Anwesend waren außerdem die Regierungschefs Österreichs, Ungarns, Bulgariens, der Türkei und EU-Kommissionspräsident Barroso. Durch diese Länder führt die geplante Leitung, durch die Gas aus der kaspischen Region nach Europa geliefert werden soll. Die Europäische Union unterstützt das bis zu acht Milliarden Euro teure Projekt als alternative Gasversorgung für die gesamte EU. Die Pipeline soll 2013 fertiggestellt werden und eine Jahreskapazität von bis zu 31 Mrd. Kubikmeter haben. Das unterzeichnete Abkommen soll den potenziellen Investoren und Zulieferern entgegenkommen und die gesamte Planung erleichtern. Rumänien ist mit dem staatlichen Gaskonzern Transgaz beteiligt und wäre bei der Fertigstellung der Pipeline von russischen Gaslieferungen unabhängig.

Russland: Holz in Komi und Schiffbau in Archangelsk

Im neuen Partnerland Russland konzentrieren Spelleken Assoc. sich in der ersten Phase auf die Holz- und die Hafenwirtschaft. Die auf den 6. bis 11. September verschobene und nun von Natalia Bodiu geleitete Reise führt in eine bisher wenig bekannte Nordregion. Während die Republik Komi großvolumige und gut kalibrierte Holzarten generiert, beherbergt das unweit gelegene Archangelsk den größten russischen Hafen.

Mit Projekten in Honduras, Rumänien und nunmehr wohl auch Moldau hatten die Berater in jüngster Zeit die Wirkungen des Reformprozesses bis in die Forsttechnik und das industrielle Vertragswesen bei der Nutzung des Waldes begleitet. Dazu passt der breite Ansatz in Komi: zur ersten deutschen Delegationsreise in diese Region sind Ausstatter der Holzverarbeitung, Sägewerke und Holzaufkäufer gleichermaßen eingeladen. Logistik und Ausfuhrbedingungen werden in Round-Table-Gesprächen und Fachseminaren erkundet.

Auch der Schwerpunkt Hafen und Schiffbau knüpft an frühere Erfahrungen an. Gerade werden zwei besonders umsatzträchtige Delegationsreisen mit gleichem Schwerpunkt nach Brasilien durchgeführt. Dort konnten elf deutsche Teilnehmer und Mitglieder der hanseatischen Meerestechnikverbände VSM und VDMA Aufträge in zweistelliger Millionenhöhe zeichnen. Zu beiden Themen (Holzwirtschaft und Hafen / Schiffbau) liegen Fact Sheets für Interessenten bereit, Wünsche und Fragen bearbeitet Herr This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it

Tata drängt verstärkt auf türkischen Automarkt

In Zeiten der Krise steigt die Nachfrage nach erschwinglichen Automobilen. Davon profitiert auch der indische Hersteller Tata, der Anfang 2010 sein neues Modell Indica Vista in der Türkei anbieten will. Die Marke hat sich mit Pkw und leichten Nutzfahrzeugen fest auf dem türkischen Markt etabliert. Dank der Senkung der türkischen Luxussteuer habe man „keine Fahrzeuge mehr auf Halde“, so die Marketingleiterin der Vertriebsfirma Isotlar, Banu Eresen. Dennoch sei in 2009 ein leichter Rückgang der Verkaufszahlen gegenüber dem Vorjahr zu erwarten. Für das nächste Jahr gehe man davon aus, dass sich auch der Automobilsektor, die am heftigsten von der Rezession betroffene Branche, allmählich erholen wird.

 

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